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5 Mythen zum Thema Sonnenschutz

UV Sonnenschutz

Mit der Sonne kenne ich mich gut aus – dachte ich früher immer. Als ich mich dann intensiver mit dem Thema Sonnenschutz und UV beschäftigt habe, war ich doch überrascht. Teste Dein Wissen:

1. Wenn der Himmel bewölkt ist, bin ich vor der Sonnenstrahlung geschützt

Das ist leider falsch. Auch bei bewölktem Himmel kommen im Sommer noch bis zu 80% der UV-Strahlung bei mir an. Besonders tückisch dabei ist: Durch die Wolken wird die Infrarotstrahlung, die für das Wärmeempfinden auf meiner Haut verantwortlich ist, herausgefiltert. Dadurch unterschätze ich die UV-Strahlung gewaltig – und Sonnenbrand ist ohne Sonnenschutz leider vorprogrammiert. Also heißt die Devise: im Sommer immer eincremen, auch wenn’s bewölkt und etwas kühler ist!

2. Im Schatten brauche ich keinen Sonnenschutz

Auch das ist leider falsch. UV-Strahlung streut sehr stark (im Gegensatz zu beispielsweise Infrarotstrahlung, die für das Wärmeempfinden sorgt). Somit bekomme ich auch im Schatten noch locker 50% der UV-Strahlung ab. Also heißt es auch im Schatten: Eincremen nicht vergessen! 

3. Wenn ich regelmäßig mit Sonnencreme nachcreme, kann ich unendlich lang in der Sonne bleiben

Das ist leider nicht ganz so einfach. Wie schnell ich einen Sonnenbrand bekomme, hängt von meinem Hauttyp ab – und von dem Lichtschutzfaktor der Sonnencreme, die ich verwende. Als Faustformel für meine Zeit in der Sonne gilt: Hauttyp 1 = 10 Min. ungeschützt in der Sonne x Lichtschutzfaktor 20 = ich kann 200 Minuten / ca. 3 Std in der Sommersonne bleiben.  Und wenn ich nach 3 Std. einfach nochmal nachcremen, dann kann ich noch 3 weitere Std. in der Sonne bleiben? Nein, das geht leider nicht. Ich kann durch Sonnencreme die Eigenschutzzeit meiner Haut verlängern, aber wenn die Zeit aufgebraucht ist, dann muss ich mindestens in den Schatten, besser noch ins Haus gehen. Oder mit einem höheren Lichtschutzfaktor nachcremen.  Aber warum wird dann eigentlich immer nachcremen empfohlen?!  Wenn ich schwitze, oder am Strand liege, wäscht bzw. reibt sich die Sonnencreme ab. Nachcremen ist also wichtig, um meinen Sonnenschutz zu erhalten. 

4. In den Bergen oder am Strand bekomme ich schneller Sonnenbrand?

Ja, das ist richtig. Es gibt viele Faktoren, die Einfluss darauf haben, wie stark die UV-Strahlung ist, die bei mir ankommt. Ein Faktor ist die Reflektion des Untergrundes. Sand, Wasser oder Schnee reflektiert UV-Strahlung wie Millionen von Spiegelchen. UV-Strahlung ist also am Strand oder auf dem Wasser deutlich stärker als z.B. auf einer Wiese, hier bekomme ich schneller Sonnenbrand und es muss ganz besonders auf ausreichenden Sonnenschutz geachtet werden. Und auch in den Bergen ist die UV-Strahlung stärker, zum einen durch die größere Höhe, zum anderen, weil ich oft längere Strecken ohne Schatten unterwegs bin.

5. Wenn ich vor dem Urlaub im Solarium vorbräune, kriege ich am Strand nicht so schnell einen Sonnenbrand

Richtig ist, dass die Haut durch UV-B-Strahlung im Lauf des Sommers einen gewissen Eigenschutz aufbaut, die sogenannten Lichtschwielen. Diese Lichtschwielen können nicht so einfach durch einen Besuch im Solarium aufgebaut werden: Ein klassisches Solarium sendet eher UV-A als UV-B Strahlung aus. UV-A Strahlung unterstützt die Haut nicht bei der Bildung von Lichtschwielen, sondern führt v.a. zu Hautalterung. Dazu kommt, dass die UV-Strahlung  in Solarien oft recht stark ist, so dass wir unserer Haut mit einem Besuch im Solarium eher keinen Gefallen tun. Daher: Lieber mit Sonnencreme, der richtigen Kleidung und bewusstem Sonnen vor der Sonne schützen!  

Wenn du weitere Mythen oder Fragen hast, dann schreibe uns gerne eine Mail an [email protected] oder erfahre mehr auf unserer Webseite www.ajuma.eu