Sonnenschutz im Urlaub: Die wichtigsten Fragen & Tipps

vom August 22, 2022

Bald geht es in den Urlaub? Dann haben wir ein paar Tipps für dich, wie du dich und deine Liebsten auch im Urlaub vor zu viel Sonne schützen kannst. Denn egal, ob Berge oder Meer, Sommer oder Winter – UV-Strahlung kann deine ungeschützte Haut nachhaltig schädigen.

Sonnenschutz im Urlaub am Meer

 

5 Tipps für richtigen Sonnenschutz im Urlaub

Um Sonnenbrand zu vermeiden, haben wir dir die wichtigsten Ratschläge zusammengefasst:

 

1.    Meide die Mittagssonne

Im Urlaub (wie auch zu Hause) gilt: Die Mittagssonne zwischen 11:00 und 15:00 Uhr ist sehr intensiv. Halte dich daher während dieser Zeit im Schatten oder drinnen auf.

 

2.    Creme dich richtig & regelmäßig ein

Creme deine unbedeckten Körperstellen 30 Minuten bevor du in die Sonne gehst ein. Sei hierbei nicht zu sparsam: Laut dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) gelten für einen Erwachsenen vier Esslöffel für den gesamten Körper als Faustregel.

Achte beim Eincremen besonders auf Nase, Ohren, Wangen, Schultern und die Füße. Diese Körperstellen sind meist direkt zur Sonne ausgerichtet und daher sehr anfällig für Sonnenbrand.

Achtung: Einmal am Urlaubstag eincremen, ist nicht genug! Für ausreichenden Schutz musst du regelmäßig nachcremen – besonders wenn du viel schwitzt oder baden gehst. Ganz wichtig zu verstehen ist, dass das Nachcremen die Schutzwirkung nicht verlängert, sondern sie lediglich erhält.

 

3.    Trage schützende Klamotten

Auch Klamotten können dich vor zu viel Sonne schützen. Für Menschen mit sensibler Haut, Kinder und für Urlaubsorte mit sehr hohem UV-Index kann UV-Kleidung eine gute Wahl sein. Sie schützt deine Haut zuverlässig vor UV-Strahlung.

Doch auch wenn du nicht gleich spezielle Klamotten tragen möchtest, ist luftige, lange Kleidung als Sonnenschutz sinnvoll, da so weniger Sonne direkt auf deine Haut trifft. Denke unbedingt auch an eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille als Schutz für deine Augen.

Damit du keine bösen Überraschungen erlebst, solltest du deine Kleidung allerdings dahingehend nochmals vorher anschauen: Je dicker und dichter das Gewebe ist, desto weniger Strahlen dringen hindurch. Leichte, eher transparente oder lose gewebte Stoffe aus Baumwolle, Leinen oder Viskose lassen meistens mehr Strahlung hindurch.

Wandern mit Kleidung als UV-Schutz im Urlaub

 

4.    Gewöhne deine Haut langsam an die Sonne

Du sitzt meistens im Büro, aber im Strandurlaub möchtest du stundenlang in der Sonne liegen? Das ist keine gute Idee! Denn deine Haut ist die Sonne nicht gewöhnt und du wirst schnell Sonnenbrand bekommen. Vor allem wenn du im Winter Urlaub in sonnigeren Ländern machst.

Achte deshalb darauf, dass du deine Haut in den ersten Tagen im Schatten und mit kurzen Sonnenbädern auf die Sonne vorbereitest – aber immer mit dem nötigen Sonnenschutz und außerhalb der Mittagssonne. So kann deine Haut ihren Eigenschutz entwickeln.

Auf Sonnenschutz solltest du dennoch nie verzichten! Denn auch vorgebräunte Haut kann verbrennen. Der Effekt von vorgebräunter Haut bringt im Vergleich zu heller, ungebräunter Haut umgerechnet einen Lichtschutzfaktor von 2-4, also keinen allzu großen Effekt.

Übrigens: Vorbräunen im Solarium als Vorbereitung auf die Urlaubssonne ist keine gute Idee, denn Solariumslampen haben eine andere Strahlungs-Zusammensetzung als die natürliche Sonne. Somit bringt ein Solariumsbesuch vor dem Urlaub leider nichts.

 

5.    Verlasse dich nicht auf deine Erfahrung

Daheim bekommst du kaum Sonnenbrand, also wird es im Urlaub ähnlich sein? Das kann schnell nach hinten losgehen. Denn je nach Reiseziel ist der UV-Index unterschiedlich hoch. So kannst du beispielsweise in den Tropen oder den Anden aufgrund der geographischen Lage schneller einen Sonnenbrand bekommen als an deinem Wohnort.

Auch das Wetter, der Untergrund, der Sonnenstand und viele weiter Faktoren beeinflussen den UV-Index: Sand oder Wasser reflektiert die UV-Strahlung wie Millionen kleiner Spiegelchen. Und in den Bergen ist die UV-Strahlung pro 1000 Höhenmeter ca. 10 Prozent stärker. Somit ist die Sonnenbrandgefahr am Strand, auf dem Wasser oder in den Bergen oftmals deutlich höher als zu Hause.

Mit dem UV-Bodyguard haben wir ein Outdoor-Gadget entwickelt, das die UV-Strahlung misst und die Daten in der dazugehörigen App mit dem aktuellen Sonnenstand und den Ozonwerten vor Ort abgleicht. So erhältst du eine individuelle und zuverlässige Empfehlung, wie lange du noch in der Sonne bleiben kannst – perfekt für den Sonnenschutz im Urlaub.

 

Schütze deine Kinder besonders!

Du planst einen Urlaub mit der ganzen Familie? Dann achte insbesondere auch bei Kindern auf den nötigen Sonnenschutz. Da die hauteigenen Schutzbarrieren bei Kindern noch nicht vollständig entwickelt sind, kann ihre Haut schneller von UV-Strahlung geschädigt werden.

Kind mit Sonnencreme im Urlaub schützen

 

Sonnenschutz im Urlaub: Die wichtigsten Fragen

Damit du perfekt für deinen Urlaub gewappnet bist, geben wir dir hier die Antworten auf die häufigsten Fragen rund um das Thema:

 

Was mache ich, wenn ich Sonnenbrand im Urlaub bekomme?

Bei einem Sonnenbrand gilt als erstes: Gehe raus aus der Sonne. Danach solltest du die betroffenen Hautstellen kühlen, z. B. mit einem feuchten Waschlappen oder unter der Dusche. Im Urlaub bietet sich auch die Abkühlung im Pool an, aber achte unbedingt darauf, deine Haut keiner Sonne mehr auszusetzen. Das gilt auch für die kommen Tage, bis sich deine Haut wieder erholt hat.

Zusätzlich kannst du deine Haut z. B. mit After-Sun-Produkten oder feuchtigkeitsspendenden Lotionen pflegen.

In unserem Artikel „Wie entsteht Sonnenbrand?“ erfährst du mehr darüber, was bei zu viel Sonne mit deiner Haut passiert.

 

Warum bekomme ich am Meer schneller Sonnenbrand?

Wasseroberflächen und Sand verstärken die UV-Strahlung durch ihre starke Reflexion. Das führt bei zu geringem Schutz schnell zu einem Sonnenbrand. Denk deshalb immer daran, dich ausreichend einzucremen – selbst bei wasserfesten Sonnencremes.

Übrigens: Auch in den Bergen bekommst du schneller einen Sonnenbrand. Aufgrund der Höhe ist auch hier die UV-Strahlung meist intensiver als daheim: Pro 1.000 Höhenmeter ist die UV-Strahlung ca. 10 Prozent stärker.

 

Welchen Lichtschutzfaktor (LSF) brauche ich im Urlaub?

Bei der Wahl des richtigen Lichtschutzfaktors für deine Sonnencreme spielen dein Hauttyp und der Urlaubsort eine Rolle:

  • Hauttyp: Hellere Hauttypen haben empfindlichere Haut und brauchen Sonnencreme mit höherem LSF als dunklere Hauttypen.
  • Ort: Im Wasser, am Strand und in den Bergen ist die UV-Strahlung aufgrund von Oberfläche und Höhe stärker als in anderen Regionen. Hier ist Sonnencreme mit einem höheren LSF nötig.

Doch auch Sonnencreme mit dem höchsten Lichtschutzfaktor (50+) bietet dir keinen vollständigen Schutz vor UV-Strahlung und ist damit keine Lösung, um den ganzen Tag in der prallen Sonne zu liegen.

Mehr über den Zusammenhang von Hauttyp und Sonne, erfährst du hier.

Familien-Urlaub in den Bergen

 

Brauche ich Sonnenschutz auch im Winterurlaub?

Auf jeden Fall! Denn Schnee und Eis reflektieren Sonnenstrahlen wie Millionen kleiner Spiegelchen. Dadurch wird die UV-Strahlung deutlich intensiver als beispielsweise auf einer grünen Wiese. Falls du deinen Urlaub in den Bergen verbringst, ist die Strahlung durch die Höhe nochmal stärker.

Du siehst: Sonnencreme, Sonnenbrille & Co. darfst du auch im Winterurlaub nicht vergessen!

 

Achtung bei Medikamenten!

Es gibt Medikamente, die deine Haut empfindlicher für UV-Strahlung machen, wie zum Beispiel einige Antibiotika, Antidiabetika oder Medikamente zur Malariaprophylaxe. Falls du dir unsicher bist, frage sicherheitshalber vor dem Urlaub deinen Arzt.

 

Ich packe meinen Koffer…

Du weißt jetzt, worauf du beim Sonnenschutz im Urlaub achten musst und was in deinem Gepäck auf keinen Fall fehlen darf: Mit Sonnencreme, passender Kleidung und unserem UV-Bodyguard bist du perfekt ausgestattet. Wie unser UV-Messgerät genau funktioniert, erklären wir dir hier.

Viel Spaß im Urlaub!

Disclaimer: Die in unserem Blog veröffentlichten Informationen stellen keinen Ersatz für professionelle Beratung durch einen Arzt dar. Ziehe im Zweifelsfall und/oder falls du unter Vorerkrankungen leidest, immer deinen Arzt hinzu.

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