Hautkrebs & Sonnenbrand: Risikofaktor UV-Strahlung

vom September 07, 2022

Hautkrebs gehört seit Jahren zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Als größter Risikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs gilt die UV-Strahlung. Um das Risiko einer Erkrankung zu senken, solltest du vor allem Sonnenbrände vermeiden. Und zwar dein Leben lang. Denn deine Haut vergisst nie! Lies, wie Sonnenbrand und Hautkrebs zusammenhängen.

Sonnenbrand erhöht Hautkrebsrisiko

 

Auftreten von Hautkrebs in Deutschland

Jährlich erhalten etwa 500.000 Menschen die Diagnose Krebs, davon rund 304.000 die Diagnose Hautkrebs. So erging es auch unserem Investor aus Der Höhle der Löwen, Carsten Maschmeyer. Hautkrebs zählt damit zu den häufigsten Krebserkrankungen – Tendenz steigend. Das zeigen die Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse, wonach 2021 bundesweit etwa 65 Prozent mehr Personen wegen weißem Hautkrebs behandelt wurden als vor 10 Jahren. Bei schwarzem Hautkrebs waren es ca. 37 Prozent mehr als 2011. Die Experten der Deutschen Krebshilfe rechnen zudem damit, dass die Zahl der Neuerkrankungen bis 2050 jährlich um sieben Prozent ansteigt.

 Entwicklung Hautkrebsfälle bei Versicherten der Kaufmännischen Krankenkasse KKH

Grafik Hautkrebsfälle 2011 auf 2021 der KKH Kaufmännische Krankenkasse.

 

Welche Hautkrebs-Arten gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Hautkrebsarten:

Beide Hautkrebs-Arten haben eins gemeinsam: Sie werden auf eine übermäßige UV-Strahlung zurückgeführt:

  • Beim Plattenepithelkarzinom gilt die im Laufe des Lebens aufgenommene Gesamtdosis an UV-Strahlung („UV-Lebenszeitkonto“) als Ursache,
  • ebenso wie beim Basalzellkarzinom eine intensive Sonnenbestrahlung über viele Jahre,
  • beim malignen Melanom (schwarzer Hautkrebs) schon kurze, intensive UV-Belastung, wie zum Beispiel Sonnenbrände in der Kindheit oder Jugend.

UV-Strahlung größter Risikofaktor für Hautkrebs

 

Größter Risikofaktor ist die UV-Strahlung

Der bedeutendste Risikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs ist die UV-Strahlung. Um das Hautkrebsrisiko zu senken bzw. gering zu halten, solltest du dein Leben lang übermäßige Sonneneinstrahlung (aber auch Sonnenstudios) und vor allem Sonnenbrand vermeiden.

Wer ist besonders gefährdet?

Neben der UV-Strahlung, gelten auch bestimmte genetische Voraussetzungen, wie zum Beispiel ein heller Hauttyp, rötliche Haare, Sommersprossen usw. als Risikofaktoren für Hautkrebs. In unserem Artikel zu Hauttyp und Sonnenbrand liest du, wie beides zusammenhängt.

Risikofaktoren, die eine Erkrankung begünstigen:

  • häufige Sonnenbrände, besonders im Kindesalter und Jugend
  • regelmäßige Solarium-Besuche
  • sehr viele Pigmentmale
  • geschwächtes Immunsystem
  • Auftreten von Hautkrebs in der Familie

Zusammengefasst lassen sich anhand der genetischen Voraussetzungen und Risikofaktoren folgende Menschen als besonders gefährdet einstufen:

  • Babys, Kinder und Jugendliche
  • Menschen, die zu Sonnenbrand neigen, anstatt braun zu werden
  • Menschen mit hellerer Haut, hellem oder rotem Haar
  • Menschen, die das Immunsystem unterdrückende Medikamente einnehmen
  • Personen mit Hautkrebs in der persönlichen oder familiären Vorgeschichte
  • Menschen, die aufgrund ihrer Arbeit oder des Hobbies viel Zeit in der Sonne verbringen (z. B. Straßenarbeiter, Dachdecker oder Freizeitsportler)

Reaktion der Haut auf UV-Strahlung

Trifft UV-Strahlung auf unsere Haut, bilden die Pigmentzellen in der Oberhaut einen braunen Farbstoff (Melanin), der die Haut färbt. Die Braunfärbung der Haut ist eine natürliche Schutzreaktion, ebenso wie sogenannte Lichtschwielen (Hautverdickungen), die durch UV-Einstrahlung entstehen können.

Dermatologie in Nürnberg Dr. Vogel-Kiener

Dr. med. Sandra Vogel-Kiener

Hautärztin - Allergologie - Medikamentöse Tumortherapie
www.derma-nuernberg.de

Dermatologin Dr. med. Sandra Vogel-Kiener: UVA-Strahlung bräunt uns und lässt uns schneller altern, UVB-Strahlung führt zu Sonnenbrand und Zellschäden. Diese sind der Hauptauslöser für den hellen Hautkrebs.“ 

Übermäßige UV-Strahlung führt trotz Schutzreaktionen der Haut zu Sonnenbrand. Sonnenbrand ist eine Entzündungsreaktion der Haut, die starke Ähnlichkeit mit einer Verbrennung hat. Er entsteht durch den energiereichen Teil des Sonnenlichtes, die ultraviolette Strahlung (UV). Mehr dazu in unserem Artikel Wie entsteht Sonnenbrand eigentlich?.

Die natürlichen Schutzreaktionen der Haut können Sonnenbrand zwar verzögern, das Hautkrebsrisiko wird dadurch aber nicht geringer.

Wann wird zu viel Sonne zu Hautkrebs?

Hautkrebs entwickelt sich langsam, häufig über mehrere Jahre bzw. Jahrzehnte. Leidest du im Laufe deines Lebens vermehrt an Sonnenbrand, kann es sein, dass der Körper sich nicht mehr selbst schützen kann und die Zellen entarten. Aber auch regelmäßige, ausgiebige Sonnenbäder (ohne Sonnenbrand) erhöhen nicht nur das Hautkrebsrisiko, sondern lassen die Haut schneller altern, d.h. faltig werden.

 

Warum sind besonders Kinder und Jugendliche gefährdet?

Kinderhaut ist viel dünner und in der Regel heller, also weniger pigmentiert als die Haut von Erwachsenen“, sagt Dermatologin Dr. med. Sandra Vogel-Kiener. „Kinder halten sich öfters und länger draußen auf als Erwachsene, so haben wir einen Großteil unser lebenslangen UV-Lichtbestrahlung bereits in der Jugend gesammelt. Vermutlich ist die kindliche Sonnenlichtbelastung ein wichtiger Faktor für die spätere Entwicklung von Hautkrebs. So sollten Kinder sehr gut vor UV-Lichtstrahlung geschützt werden mit hohen Lichtschutzfaktoren und Nachcremen bei langen Aufenthalten an der frischen Luft.“

Sonnenbrand im Kindesalter erhöht Hautkrebsrisiko

Jeder Sonnenbrand im Kindesalter kann also das Hautkrebsrisiko erhöhen. Wie Dermatologe Dr. med. Martin Schomaker (Oberarzt in der Klinik für Dermatologie und Allergologie am Vivantes Klinikum in Berlin-Spandau) im Gespräch mit dem BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V.  erklärt, sind Kinder und Jugendliche vor allem deshalb betroffen, weil sie den Krebs noch erleben können. (…) „Ein Sonnenbrand ist per se, abgesehen von der akuten Problematik, kein Problem denn er heilt wieder ab. Problematisch ist aber, dass die Haut sich die Sonnenbrände merkt und mitunter ganz langsam Krebszellen bildet. Der Krebs braucht dann 20, 30 oder sogar 40 Jahre, um zu entstehen. Da ist natürlich ganz klar, dass Kinder das noch erleben können. Ein 80jähriger, der einen Sonnenbrand hat, für den ist das sicherlich nicht so gefährlich, weil er nicht 120 wird, aber ein siebenjähriger Junge kann dann mit 30 oder 40 Jahren ein Melanom entwickelt haben.“ (…) 

Bei Babys sollten Eltern im ersten Lebensjahr möglichst ganz auf Sonnencreme verzichten. Daher sind Babys besonders gefährdet und müssen entsprechend vor UV-Strahlung geschützt werden.

Erste Anzeichen von Hautkrebs rechtzeitig erkennen

Wie du erste Anzeichen von Hautkrebs erkennen kannst, besprichst du am besten mit deinem behandelnden Arzt. Onlineportale, wie zum Beispiel das ONKO-Internetportal der Deutschen Krebsgesellschaft, das Bundesamt für Strahlenschutz oder Krankenkassen bieten Informationen zur Früherkennung von Hautkrebs. Diese Inhalte können einer ersten Orientierung dienen. Für Informationen rund um Hautkrebs solltest du allerdings immer einen Dermatologen aufzusuchen.

Klimakrise erhöht Hautkrebsrisiko

 

Was Hautkrebs mit dem Klimawandel zu tun hat

Wie eingangs erwähnt, sind die durch UV-Strahlung verursachten Hautkrebsfälle angestiegen. Das Bundesamt für Strahlenschutz schreibt, dass wissenschaftliche Modellrechnungen ergaben, (…) dass ein globaler Anstieg der Umgebungstemperatur um 2 °C und die damit einhergehenden Klimaveränderungen, die regional große Hitze und Hitzewellen zur Folge haben können, die Hautkrebsinzidenz bis 2050 um 11 Prozent erhöhen könnte. (…)

Wie kann ich mich vor Hautkrebs schützen?

Am besten schützt du dich vor Hautkrebs, indem du ab Kindesalter an (hier sind natürlich die Eltern in der Verantwortung) übermäßige Sonneneinwirkung vermeidest – unabhängig davon, ob in der Freizeit oder im Beruf.

Hier noch einmal die wichtigsten Vorkehrungen zusammengefasst:

  • Mittagssonne (zwischen 13.00 und 15:00 Uhr) meiden
  • Sonnencreme mit ausreichend Lichtschutzfaktor verwenden (am besten LSF 30 bis 50)
  • Angemessene Kleidung tragen und Sonnenbrille mit ausreichend UV-Schutz (zu erkennen an der Aufschrift: UV400 oder 100 Prozent UV-Schutz)
  • Prävention: Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen (ab dem 35. Lebensjahr übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für ein Hautkrebsscreening alle zwei Jahre). Wenn du dazu Fragen hast, wende dich am besten direkt an deine Krankenkasse oder Haus- bzw. Hautarzt.
  • Erste Anzeichen ernst nehmen und sofort den Arzt aufsuchen

 Kinder vor UV-Strahlung schützen 

Folge daher unserem Motto: Nur so viel Sonne, wie dir gut tut!

Wir Menschen haben kein Sinnesorgan für Ultraviolettstrahlung. Daher können wir oft nicht richtig einschätzen, wie stark die UV-Strahlung gerade ist, und ob und wie wir uns schützen sollten. Und da Sonnencreme als alleiniger Schutz nicht ausreicht, ist es umso wichtiger, maßvoll mit der Sonne umzugehen. Unser ajuma UV-Bodyguard hilft dir dabei, das richtige Maß an Sonne einzuhalten – egal ob im Alltag, bei der Arbeit oder beim Sport. Der UV-Sensor ist ein tragbares Gadget, das die gesunde UV-Dosis misst, individuell auf Hauttyp und LSF der Sonnencreme abgestimmt wird und so rechtzeitig vor zu viel UV-Strahlung warnt.

ajuma UV-Bodyguard schützt vor zu viel Sonne

Durch die Kombination von UV-Messwerten und Satellitendaten ist der UV-Bodyguard besonders genau. Und du kannst über die App auf UV-Vorhersagen und UV-Tracks zugreifen. Das UV-Messgerät kann für die ganze Familie genutzt werden. So schützt du dich und deine Kinder vor zu hoher Sonneneinstrahlung und kannst so viel Sonne genießen, wie dir gut tut.

Wir haben auch in unserem Artikel Tipps für dich zusammengestellt, wie du Sonnenbrand vermeidest.

Das ganze Jahr über die richtige UV-Dosis aufnehmen und Sonne genießen

Du weißt jetzt, warum du dich vor übermäßiger UV-Strahlung schützen solltest.

Mehr Infos rund um Sonnenschutz und Hautgesundheit findest du in unserem Blog oder auf Instagram.

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Disclaimer: Die in unserem Blog veröffentlichten Informationen stellen keinen Ersatz für professionelle Beratungen durch einen Arzt dar. Ziehe im Zweifelsfall und/oder falls du unter Vorerkrankungen leidest, immer deinen Arzt hinzu.

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